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Diese Seite soll einen kleinen Einblick über Alpakas verschaffen..
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Abstammung und Geschichte der Alpakas

Alpakas gehören zu den Neuweltkameliden.

Die frühesten Formen lebten vor ca. 35 – 40 Millionen Jahren im heutigen Nordamerika.

Vor ca. 2-3 Millionen Jahren wanderte ein Teil dieser Urweltkameliden über die damalige Landbrücke von Alaska nach Sibirien und von dort weiter nach Asien und Afrika.
Dort entwickelten sie sich zu den uns bekannten Großkamelen bzw. Altweltkameliden.
Uns sind dort das einhöckrige Kamel / Dromedar und das zweihöckrige Kamel / Trampeltier bekannt.

Der andere Teil der Tiere wanderte über Mittel- nach Südamerika und dort entwickelten sich die beiden Wildformen der Neuweltkameliden Vicuna und Guanako.
Aus diesen Wildformen wurden dann die Lamas und Alpakas gezüchtet.

Lamas und Alpakas gehören zu den ältesten Haustierrassen und versorgten die Indios mit Fleisch, Leder, Wolle und Fellen.

Lamas wurden überwiegend als Lastentiere gehalten und eingesetzt, wobei die kleineren Alpakas fast ausschließlich der Woll- und Fleischgewinnung dienten.

Um ca.1900 wurden auch auf anderen Kontinenten schon Lamas und Alpakas in Zoos gehalten. Doch die große Nachfrage nach den kleinen Kameliden begann vor etwa 20 Jahren.

Heute findet man die Tiere auf fast allen Kontinenten, gezüchtet werden sie z.B. in den USA, in Kanada, Australien, Großbritannien, Neuseeland und nun auch in Europa.

Aussehen, Größe, Besondere Merkmale

Es gibt zwei Typen von Alpakas: Die Suri – Alpakas und die Huacaya – Alpakas.

Unterscheiden kann man sie sehr gut an der Wolle, wenn sie nicht geschoren sind.
Die Suris haben eine sehr lange Wolle, die in sich gedreht ist und lang am Körper hängt.
Die Huacayas sind am ganzen Körper dicht bewollt.

Alpakas können 20-25 Jahre alt werden. Die Körpergröße liegt bei einem erwachsenen Tier bei etwa. 80 bis 100 cm (Stockmaß). Das Gewicht liegt dann zwischen 45 und 85 kg.

Alpakas besitzen nur im Unterkiefer Schneidezähne, die gegen eine sogenannte Kauplatte im Oberkiefer stoßen. Bei Zahnfehlstellungen, wie Über- oder Unterbiss, was häufig vorkommen soll, kann es bei Überbiss dazu führen, dass die Zähne weiter wachsen, sich aber nicht an der Kauplatte abnutzen.
Hengste entwickeln bei Eintritt der Pubertät sogenannte Hengst- oder Kampfzähne. Diese sitzen im hinteren Teil des Maules, im Ober- und Unterkiefer. Sie sollten nach Möglichkeit entfernt werden. Diese Zähne können böse Wunden verursachen.

Alpakas und Lamas sind Schwielensohler. Wenn man die Füsse von unten betrachtet, sieht man 2 längliche ledrige Sohlen die vorne jeweils von 2 Nägeln geschützt werden. Durch ihre weichen Sohlen verursachen Alpakas im Gegensatz zu Huftieren kaum Trittschäden.

Diese Beschreibung ist von der Internetseite der Alpaka Association e.V. übernommen,

da sie die wichtigsten Dinge wiedergibt.

Haltung

Alpakas sind ausgesprochen anpassungsfähige und robuste Tiere. Trotz ihrer Herkunft aus den hohen Anden Südamerikas finden sie sich auch in unseren gemässigten Breitengraden ausgesprochen gut zurecht. Dies mag daran liegen, dass sie sich über Jahrtausende den extremen klimatischen Verhältnissen und der kargen Vegetation der Anden Südamerikas angepasst haben.

Alpakas sind Herdentiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Deshalb dürfen diese Tiere nie alleine gehalten werden. Es sollte immer eine Gemeinschaft von mindestens 2 - 3 Alpakas sein. Sie können allenfalls auch mit anderen Tieren wie Pferden, Schafen, Ziege, zusammen gehalten werden. Allerdings müssen dann einige Vorsichtsmassnahmen wie genügend Futterplätze und Parasitenprophylaxe etc. berücksichtigt werden. Artfremde Tiere ersetzen aber nicht den Sozialkontakt zwischen den Alpakas. Deshalb ist es auch hier Bedingung, dass immer mindestens 2 Alpakas mit anderen Tierarten zusammen gehalten werden.

Alpakas sind Weidetiere. Sie benötigen ganzjährig genügend Weide- und Auslauffläche. Auf einer Hektar Weide können 10-15 Alpakas gehalten werden. Die Mindestweidegrösse beträgt für 2 Tiere 1000 m², für jedes weitere Tier 100 m² zusätzlich.

Alpakas sind an extreme klimatische Verhältnisse wie Kälte, Wind, Regen, Schnee, und extreme Sonneneinstrahlung gewöhnt. Trotzdem benötigen sie bei uns gewisse minimale Schutzvorrichtungen wie zum Beispiel einen Unterstand oder einen Offenstall. In den warmen Sommermonaten müssen sie die Möglichkeit haben, Schattenplätze aufsuchen zu können, um einem Hitzestau vorzubeugen. Frisch nach der Schur sind Schattenplätze auch nötig zur Vermeidung eines Sonnenbrandes. Bei extremer Kälte und lang andauernden nass-feuchten Verhältnissen (Dauerregen) ist es von Vorteil, wenn ein überdachter Auslauf vorhanden ist. Dazu genügt ein einfacher Unterstand, Weidezelt , Iglu oder ähnliches. Ideal ist auch ein grösseres Vordach oder allenfalls eine umgebaute Scheune oder Geräteschuppen. Es ist wichtig, sämtliche Einrichtungen so zu konzipieren, dass jedes Tier rund um die Uhr unbeschränkten Zugang zu Futterplätzen, Wasserstellen und Mineralsalzen hat.

Alpakas sind ruhige, intelligente und aufmerksame Tiere und zählen in der Regel nicht zu den "Ausbrecherkönigen". Trotzdem ist es ratsam, die Weiden mit einem stabilen Zaun einzuzäunen, nicht zuletzt auch um Gefahren für Unfälle und Verletzungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Ein Zaun in der Höhe von 1.20m bis 1.40m ist ausreichend. Bewährt haben sich enge Knotengitter- oder ähnliche Drahtgeflechtzäune. Aber auch Draht- resp. Bandzäune in mindestens 5 Zeilen gespannt haben sich gut bewährt. Wichtig ist es, dass das Zaunmaterial korrekt verarbeitet ist und die Zäune gut gespannt sind, damit sich die Alpakas darin nicht verfangen können.
Gut geplante Unterteilungen und Tore bringen Komfort und Flexibilität (zum Beispiel beim Absetzten junger Tiere, Zusammenstellung neuer Herden, Geburt, Rangstreitigkeiten etc.).
Gut geplante und zweckmässig ausgeführte Einrichtungen bewähren sich auf die Dauer und bringen Freude für Mensch und Tier. Diese Freude an den Alpakas und deren Haltung dauerhaft zu bewahren ist unser aller Ziel.

Fütterung und Pflege

Alpakas sind Weidetiere. Sie kommen aus Gebieten mit kargem Nahrungsangebot und sind von Natur aus mit ihrer Verdauung und ihrem Stoffwechsel so eingerichtet, dass sie mit nährstoffarmer aber raufutterreicher Nahrung gut gedeihen. Sie gehören in unseren Breitengraden zu den Raufutterverzehrenden Nutztieren. Bei der Fütterung von Neuweltkameliden ist zu berücksichtigen, dass für diese Tiere bei uns tendenziell ein Überangebot an Nährstoffen (vor allem Proteinen) besteht.

Alpakas müssen bei uns in der vegetationsreichen Zeit ( Frühling, Sommer, Herbst,) zusätzlich zum Gras mit raufutterreichem aber nährstoffarmen Heu versorgt werden. Die Alpakas benötigen rund ums Jahr Heu, es ist zusammen mit dem Weidegras das Basisfutter. In der kalten Winterzeit kann auch etwas nährstoffreicheres Raufutter (Heu) verfüttert werden. In speziellen Fällen wie zum Beispiel rekonvaleszente und geschwächte Tiere, hochtragende oder laktierende Stuten mit tiefem Bodyscore kann etwas Kraftfutter oder Luzernehäcksel zugegeben werden.

Alpakas sollten immer Zugang zu frischem, sauberem Wasser haben. Auch sollten immer genügend Mineralsalze in Form eines Lecksteines oder Pulver zur Gesunderhaltung der Körperfunktionen zur Verfügung stehen.

Alpakas sollten täglich beobachtet werden. Insbesondere muss ihr Verhalten bezüglich Futteraufnahme und Integration in der Herde beurteilt werden. Abweichungen vom "Normalzustand" sind häufig von grundlegender Bedeutung und erstes Anzeichen einer Veränderung ihres Gesundheitszustandes. Ansonsten ist die Pflege der robusten und zähen Andentiere wenig aufwändig:

  • Alpakas müssen regelmässig entwurmt werden. Dies erfolgt am besten gezielt nach einer Kotuntersuchung mit dem entsprechenden Entwurmungsmittel (vom Tierarzt erhältlich). Die Entwurmung sollte je nach Befall, 2 - 4 mal jährlich gemacht werden.
  • Je nach Untergrund (hart oder weich) müssen die Zehennägel alle 3 - 5 Monate geschnitten werden. Am einfachsten geht das mit einer Lämmerklauenschere.
  • Einmal jährlich sollten Alpakas mit einem kombiniertem Impfstoff gegen diverse Clostrideninfekte (wie z. B. Tetanus, Rauschbrand, Pararauschbrand und Enterotoxämie) geimpft werden.
  • Um die Wärmeregulation im Sommer zu ermöglichen, sollten die Alpakas einmal jährlich vor Beginn der heissen Jahreszeit geschoren werden. Unmittelbar nach der Schur müssen aber allfälligen extremen Witterungsbedingungen wie aussergewöhnliche Sonneneinstrahlung, Kälteeinbruch und Dauerregen besondere Beobachtung geschenkt werden.
  • Bei selenarmen Böden (Selenmangel im Weidegras ist häufig in unseren Breitengraden) muss das Selen in den Mineralsalzen angereichert werden. Bei extremem Selenmangel kann den Tieren Selen mit Vitamin E direkt in einer Injektion oder mit einer Paste verabreicht werden. Den frischgeborenen Fohlen wird in der Regel immer eine Dosis Selen mit Vitamin E verabreicht oder gespritzt.
  • In der Licht- und Grünfutterärmeren Jahreszeit ist eine Gabe von Vitamin A D E zur Gesunderhaltung sinnvoll. Auch bei Jungtieren sollte spätestens beim Absetzen von der Mutter eine Dosis Vitamin A D E verabreicht werden.

Qelle: Alpaka Association e.V.

Verhalten/Aufzucht

Alpakas und auch Lamas spucken sich untereinander natürlich an.
Es ist ein ganz normales Verhalten der Tiere um die Rangordnung in der Herde, oder am Futterplatz klar zu machen.
Auch wenn ein Hengst eine Stute decken möchte, sie aber schon tragend ist, wird sie ihn durch Spucken und weiterer Gegenwehr abwehren.
Sollte sich nun jemand bei solchen Rangeleien in unmittelbarer Nähe aufhalten, kann es natürlich passieren, dass man auch als Mensch etwas abbekommt.

Die Aufzucht der Jungtiere sollte nach Möglichkeit sicherlich von der Stute übernommen werden, was auch der Regelfall ist. Die Jungtiere wachsen dann in der Gruppe der Artgenossen auf und lernen, wie sich ein Alpaka oder auch Lama zu verhalten hat.
Bei Flaschenkindern, die es auch sicher immer mal wieder geben wird, ist die Sache schon schwieriger. Diese Tiere werden dann meistens fehlgeprägt, d.h. sie erkennen den Menschen als Artgenossen an.
Es wird dann vom sogenannten Beserk-Male gesprochen.
Das mag beim Jungtier noch ganz schön sein, aber im Alter, wenn das Tier eine höhere Position in der Herde eingenommen hat, wird der Mensch sicher genauso behandelt wie auch die anderen Herdenmitglieder. Also auch mit Verdrängen oder auch Abspucken.
Gefährlich kann es dann bei Hengsten werden. Er wird sicher immer wieder versuchen, seine Position am Futterplatz oder in der Rangfolge zu verteidigen.
Wir haben neulich in einer Dokumentation im TV verfolgen können, wie ein dominanter Hengst seinen Nebenbuhler sehr weit und sehr schnell durch die Steppe getrieben hat. Auch Beißereien sind dann nicht selten
Erkennen kann man solche Fehlprägungen meistens daran, dass sich einem ein völlig fremdes Tier bis auf Kuschelnähe nähert.

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